Stuttgart,
den 24.01.2004
Betrifft:
"Es besteht sehr wohl ein öffentliches Interesse an Gesundheit und
den dazu gehörenden Möglichkeiten, diese zu erlangen.
Eine dieser Möglichkeiten ist die Synergetik Therapie."
Sehr geehrter Herr Dr. Hepp,
die diskussion um die berechtigung der berufsausübung der synergetik
therapeuten verfolge ich seit einiger zeit auch aus stuttgart.
ich verstehe, daß es sich für menschen, die die synergetik therapie
nicht auf irgendeine art persönlich erlebt haben,
schwer nachvollziehen läßt, was um himmels willen die denn da machen.
ich begreife Ihre kritik insofern als verständlichen mangel an besserem
wissen und fühle mich aufgerufen,
Ihnen aus meiner ganz persönlichen sicht meine erfahrungen zu schildern.
auch wenn ich in meiner therapeuten laufbahn einige schicksale miterlebe, diedurch
die anleitung der synergetik therapie
teilweise spektakuläre wendungen zum besseren, gesünderen, erfolgreicheren
genommen haben, ist es letztendlich nicht das,
was mich an der synergetik therapie so beseelt.
ich persönlich messe meinen "erfolg" oder den der synergetik
therapie nicht an einem ausbleiben von irgendwelchen symptomen.
für mich geht es um etwas anderes.
ich begreife die synergetik therapie als wirksame möglichkeit, sein
leben ganzheitlich, sorgfältig und mit feingefühl
und vor allem ganz selbstständig und aus sich selbst heraus aufzubauen,
zu gestalten,
und zwar so, daß ein LEBENSWERTES und GLÜCKLICHES
und SINNVOLLES LEBEN entstehen kann und nicht eines,
das sich halt irgendwie so abspult, weil man halt zufällig irgendwann von
irgendwem geboren wurde.
ich habe mir mit der synergetik therapie mein tiefes inneres JA ZUM EIGENEN
und UNABHÄNGIGEN LEBEN erarbeitet,
und sicher ist es kein zufall,
daß einige meiner klienten auf dem gleichen weg sind und deshalb dankbar
sind, daß es die synergetik therapie gibt.
ich lade Sie ein, anhand meiner EIGENS FÜR SIE aufgeschriebenen geschichte
sich ein bild MEINER ganz persönlichen erfahrung
mit der synergetik zu machen.
im übrigen möchte ich Sie (ernsthaft!) herzlich einladen, bei mir
in stuttgart eine schnuppersitzung zu nehmen, oder
auch nur, um mich als eine synergetikerin bei einer tasse kaffee oder
tee persönlich kennen zu lernen.
ich habe das gefühl, das Sie sich vielleicht ein bild machen möchten
von den menschen,
die synergetik therapie machen, bevor Sie urteilen.
"mein leben" beginnt mit dem plötzlichen frühen tod
meines vaters mit 58 jahren.
ich war gerade 2 monate fertig mit dem studium der landschaftsarchitektur
und übernahm
mit 27 jahren aus freier entscheidung und von herzen gerne sein komplettes
büro für landschaftsarchitektur mit 6 mitarbeitern.
es folgten einige aufregende und schöne jahre.
ich führte ein nach außen glückliches und erfolgreiches
leben, hatte alles, was ich mir wünschte,
ein erfolgreiches büro, lukrative und interessante aufträge für
gemeinden, versicherungen, universitäten, kliniken, und
auch reichlich für private unternehmen wie das der stuttgarter elektronikfirma
bosch - europaweit, bis nach italien.
im privaten hatte ich einen sorgenden mann, mittlererweile zwei süße
kinder, nette aupair mädchen,
einen frechen kleinen hund, einen netten freundeskreis...
12 Jahre lang friede - freude - eierkuchen?
parallel ging es mir in meinem innereren zunehmend schlecht.
irgendwann wurden mir meine wahren probleme offenkundig - die, die
ich nicht "wahrhaben" wollte:
mein selbstgestricktes system war an sich wirklich fantastisch - nur: nicht
für mich!!!
und nicht in DER besetzung!!
der mann war der falsche partner für mich, und
die art der aufträge und das notwendige spiel des geschäftlichen industriellenlebens
waren viel zu kalt und einseitig für mich als feinfühlendes und
kreatives wesen.
das wußte ich aber damals nicht, denn mein system im außen sagte: "alles
in ordnung!!".
ich begann zu kränkeln, unerkannterweise, unerklärlicherweise bei
so viel beruflichem erfolg,
fühlte mich allein, unverstanden, ausgelacht, erdrückt, obwohl
die menschen mich liebten.
heute würde ich sagen, meine diagnose von damals müßte
etwas überspitzt in etwa so heißen:
1. blind, taub und gefühllos MIR SELBST gegenüber,
2. dumm und naiv meinem ICH, meinem leben, meiner gesundheit gegenüber
3. bei gleichzeitiger hingebungsvoller freundlichkeit, geduld und warmherzigkeit
gegenüber
vielen ANDEREN menschen auf der welt.
4. ohne bewußtsein, wie VERANTWORTUNG FÜR MICH SELBST funktioniert.
das konnte ich damals natürlich nicht sehen - mir dämmerte aber
irgendwann, daß ich mein leben,
so wie ich es lebte, bitterlich mit meiner gesundheit bezahlen würde,
bis nichts mehr übrig wäre von mir
(und natürlich kam es dann so).
was ich damals wußte, war, daß es in dieser art von leben und
mit diesem partner keine notbremse
für mich gibt, kein pardon, keine entwicklung, kein zurück.
also begann ich zu funktionieren, auf mein inneres konnte ich nicht mehr achten,
versuchte,
im äußeren irgendwie (natürlich lächelnd!) zu überleben,
den geliebten kindern dennoch eine gute mutter zu sein,
dem bürobetrieb gerecht zu werden und den mann mir irgendwie trotz allem
einigermaßen gewogen zu halten,
um vor den zunehmend üblen auch tätlichen attacken einigermaßen
sicher zu sein.
ich muß gestehen, es gelang mir nicht.
quälende jahre.
polizei, nachbarn, gericht.
nur so viel:
in meinem innersten war ich tief verzweifelt und
mein betrieb wurde zum überfluß noch geschickt und erfolgreich sabotiert.
ich begriff mein leben als vollkommen fremdgesteuert, ohne jeglichen
spielraum.
das wort "HANDLUNGSKOMPETENZ" war mir vollkommen fremd.
ich fühlte mich meinem leben - all dem, was ich ja selbst angezettelt
hatte - hilflos ausgeliefert.
materiell besaß ich rechtlich nichts, obwohl mir rechtmäßigerweise
alles gehörte.
es kam, wie es kommen mußte - zusammenbruch aller sorgsam aufgebauten
systeme.
ich versuchte als letzte möglichkeit, wenigstens auszusteigen und meine
kinder
mit rechtlicher unterstützung nachzuholen.
ich versuchte, irgendwie zu überleben.
und ich versuchte, recht zu bekommen und mußte lernen, daß recht
haben und recht kriegen zweierlei sind.
ICH KÄMPFTE GEGEN DAS SCHEITERN UND SCHEITERTE.
verlorener sorgerechtsstreit in zwei instanzen, verleumdung, verfolgung.
ehemann mit den kindern in sein heimatliches ausland geflohen,
mich mit sagenhaft hoher finanzieller verschuldung hinterlassend.
ich hielt wenigstens noch mit dem bürobetrieb die fahne hoch und versuchte
irgendwie verzweifelt,
gegen die schulden anzuarbeiten... es schien der einzige weg...
ein viertel jahr später ein autounfall (an dem ich - verkehrsrechtlich
gesehen - "unschuldig" war -
bei Rüdiger Dahlke "Krankheit als Weg" kann man über
die tatsächliche schuld bei "unschuldigen" unfällen
allerdings sehr schön nachlesen...).
mein auto war schrott, und ich auch.
medizinisch betrachtet "nur" ein schleudertrauma und - endlich,
endlich - diagnostizierter hals-bandscheibenvorfall.
für mich:
nicht mehr schlafen können vor schmerzen - nicht mehr arbeiten und
leben können vor schmerzen...
und dennoch, weitermachen, denn einer mußte doch weitermachen...
hoffen..
kämpfen...
und dann - nach erneut einem schweren vierteljahr,
und letzten endes erfolgloser physiotherapie und verschlimmerung der schmerzen
-
ich gab auf.
ende - aus.
innerlich, äußerlich.
und ich kündigte meinem leben.
zunächst mal innerlich.
ich suchte mir einen baum, gegen den ich fahren würde, einen turm, von
dem ich springen könne.
(ich "tat" also immer noch, hatte noch immer nicht restlos aufgegeben...)
etwas hielt mich in letzter konsequenz davon ab.
es war ein blatt eines baumes, durch das die abendsonne schien und die
es verzauberte.
ich begriff, daß es eine schöpfung gibt.
ICH BEGRIFF, DAß ICH LEBTE.
aber ich begriff auch, daß ich sonst nichts mehr konnte, kein
bürobetrieb mehr und nichts und übergab einem nachfolger
die zügel im fliegenden galopp. ich sprang ab.
ich brauchte insgesamt fast ein jahr und einige worte eines wunderbar klugen SEELSORGERS
von der stuttgarter institution
"ruf und rat", um innerlich stabil zu werden.
in dieser zeit hörte ich durch "zufall" von SYNERGETIK.
ich war wie elektrisiert, machte mich sofort kundig, telefonierte, nahm
dann selbst eine schnuppersitzung (obwohl ich mir geschworen hatte, ich geh
zu keinem therapeuten mehr!!) und meldete mich - nach gewissenhafter
prüfung direkt vor ort im ausbildungszentrum kamala in bischoffen - zur
ausbildung an.
obwohl ich nicht recht wußte, wie ich es finanzieren soll -
aber es war beseelung im tiefsten inneren und ich wußte, sooooo will ich
arbeiten, so werde ich arbeiten.
FÜR SEELEN WILL ICH SORGEN -
mit meiner eigenen, mir innewohnenden religio (ohne bindung an institutionen
und konfessionen - eben in FREIHEIT).
durch die tiefgehenden entrümpelungsarbeiten in meinem innersten während
der synergetikausbildung,
mit der synergetik, fand ich nicht nur die kraft und die vision für
mein persönliches,
gesundes leben wieder, sondern vor allemdas JA in mir selbst zu mir
selbst!
und ich entdeckte paradoxerweise auf diesem weg auch meinen ursprünglichen beruf
wieder,
in einer für mich nun SEHR passenden form:den der privat-GARTEN-gestalterin.
ich begann also damit, nach dem INNEREN nun auch mein ÄUßERES
LEBEN ganz neu aufzubauen.
ich lernte, wie es sich lebt, wenn ich MICH sehe, wenn ich mich fühle,
wenn ich mich spüre bei allem, was ich tue.
ich lernte sehnsüchte und träume kennen, von denen ich nicht
die geringste ahnung hatte.
ich lernte, wie verwundbar ich bin in meiner schutzlosigkeit, und daß
nach schwäche stärke kommt.
ich lernte, mich zu zeigen, wie ich bin - nicht mehr, nicht weniger.
ich lernte, daß mein außen mir nur erbarmungslos ehrlicher spiegel
ist für alles, was ICH in MIR trage.
daß ICH verantwortlich bin für mein GLÜCK, so wie ich vorher
verantwortlich war für mein UNGLÜCK.
ich lernte, mein leben in dankbarkeit und demut den personen aus meinem
bisherigen leben gegenüber
neu zu stricken,
....und erlaube mir heute immer mehr die erfahrung von
"ganzwach sein", "sehenden auges sein", "begeistert
sein" und "lieben" -
diesmal versuchsweise ? gepaart mit "MUT ZU MANGEL AN DUMMHEIT
UND NAIVITÄT".
und obendrein:
wunder geschahen, die eigentlich gar nicht geschehen konnten (eben WUNDER) und
begleiteten meinen
aufbau und meine entscheidung ZUM LEBEN und ZUM ERFOLG ganz entscheidend und
ganz positiv.
mit der synergetik habe ich in meinem inneren den kern gefunden,
das, was mich beseelt im leben und was mich glücklich macht.
ich begleite menschen auf ihrer suche durch ihre innneren
landschaften.
ich begleite menschen auf ihrer suche nach ihren neuen äußeren landschaften,
den gärten.
ich baue labyrinthe für und mit menschen als ausdruck des lebens, der suche und
den antworten.
synergetik ist für mich mehr als ein beruf.
synergetik ist für mich eine lebenshaltung, eine lebenseinstellung zum
bedingungslosen JA zu sich selbst
und zu dem leben auf dieser welt.
auf der suche nach antworten, die nur jeder selbst kennt.
die so privat und unkonventionell sein können, daß nur jeder selbst
für sich drauf kommen kann.
viele menschen begreifen bei mir auch, warum sie das eine oder andere sog. krankheitssymptom
überhaupt haben - und einige
erlauben sich, dann bewußt JA zu sagen zu ihrer "krankheit".
mit dem verstehen kommt entwicklung.
manche hören dann auch auf mit entrümpeln,
sie spüren, brauchen den schutz durch ihre symptome noch, und sie
stehen bewußt dazu.
MEIN ziel ist nicht symptomfreiheit.
krankheit oder gesundheit an sich ist FÜR MICH unwesentlich.
mein ziel ist, daß jeder mensch das recht hat, so krank oder so gesund
zu sein, wie ER das möchte.
ich unterstütze ihn dabei, SEINE VERANTWORTUNG ZU FINDEN.
ich begleite ihn dabei, SEIN BESONDERES LEBEN
zube-greifen.
zu ver-stehen.
das JA zu sich selbst zu be-sitzen.
mit der synergetik therapie erarbeiten sich meine klienten (und ich mir) in unserem
inneren,
wie für uns das jeweils ganz persönlichLEBENSWERTE LEBEN aussieht.
wir prüfen, ent-wickeln (wickeln das verborgenen aus) und probieren aus,
wie jeder
sein persönliches LEBEN GESTALTEN muß, damit es sich am
ende - beim rückblick - für ihn voll und ganz gelohnt hat.
daß das "experiment erde" FÜR IHN richtig war.
früher kämpfte ich "gegen das scheitern" - heute kämpfe
ich - wenn ich denn kämpfen möchte - nur noch "für
das leben".
...im leben enthalten ist das vergehen.
viuelleicht kämpfe ich also - wenn überhaupt - nur noch für die
liebe.
- darin liegt der haß.
....nein - ich kämpfe nicht.
ICH BIN - und dem verleihe ich hiermit ausdruck.
Ihre
Karola Brunken