Gesundheitsamt Goslar
Herrn Dr. Hepp
Heinrich-Pieper-Str. 9
38610 Goslar
Synergetik Therapie
Sehr geehrter Herr Dr. Hepp,
ich achte Ihren Auftrag, im Namen des Staates gesundheitliche Schäden von
der deutschen Bevölkerung (bzw. in Ihrem Falle: der regionalen Bevölkerung)
abzuwenden. Nach meinem Wissensstand haben Sie es jedoch versäumt, sich
umfassend und ausreichend über die noch relativ neue Synergetik Therapie
zu informieren, bevor Sie dann zu Ihrer Beurteilung gelangt sind. Ich möchte
daher ebenfalls – wie ja schon einige meiner Kolleginnen und Kollegen
– meine Stellungnahme zur Synergetik Therapie zu Ihrer Kenntnis bringen.
„Von Haus aus“ bin ich Diplompädagogin und Familientherapeutin
und habe über 10 Jahre als Suchttherapeutin gearbeitet. In dieser Zeit
habe ich die verschiedensten Therapiemethoden kennengelernt, sowohl über
eigene Fortbildungen, als auch über die Arbeit meiner ehemaligen Kolleginnen
und Kollegen, die mit unterschiedlichen Methoden gearbeitet haben. Als ich 1999
die Synergetik Therapie kennengelernt habe, fing ich sehr bald an, mit dieser
Methode mit einigen damaligen PatientInnen zu arbeiten, und war überrascht
und erfreut über die schnellen Veränderungen, die sich einstellten.
Es sprach sich schnell herum, so daß ich sogar teilweise von PatientInnen
meiner KollegInnen angesprochen wurde, ob ich mit ihnen „auch mal eine
Sitzung machen könnte“. Und dies von drogenabhängigen Menschen,
die normalerweise nur schwer zu motivieren sind, überhaupt etwas zu tun!
Nach drei Jahren, in denen ich auch meine Ausbildung durchlief und abschloß,
stand ich am Scheideweg: ein sicherer Arbeitsplatz, ein geregeltes Einkommen,
eine geliebte Arbeit – jedoch in institutionellen Zwängen, die mir
nicht den zeitlichen Rahmen gaben, die Synergetik Therapie häufiger anzubieten
als nur als „Bonbon“ ab und zu. Oder aber mich selbständig
zu machen, mit allen Unsicherheiten, jedoch mit einer Methode arbeiten zu können,
von der ich mich inzwischen restlos überzeugt hatte und die mich begeisterte
– weil sie hocheffektiv und zugleich freudvoll ist. Nun – ich entschied
mich für das Zweite, und ich habe es nicht bereut. Mit sehr vielen meiner
heutigen KlientInnen habe ich inzwischen ähnliche Erfahrungen gemacht.
Ich fordere Sie auf, sich gewissenhaft fachlich zu informieren und auseinander
zu setzen sowie Ihre Entscheidung rückgängig zu machen.
Mit freundlichen Grüßen
Frauke Dietz