Anliegen Synergetik-Therapie
Achim, 2004-01-25
Sehr geehrter Herr Dr. Hepp,
entschuldigen Sie bitte gleich von vornherein, dass dieses Schreiben so umfangreich
ist. Vieles ist vielleicht nicht wichtig, aber alles gehört zu meinem Weg,
der mich nun hier zu diesem Brief veranlasst.
Ich war bis vor einigen Jahren als gutverdienende Führungskraft in der
Hotelbranche sehr erfolgreich. Als ich aus Eigeninitiative ein Hotelmanagement-Studium
in meiner als Führungskraft sehr knappen Freizeit anfing, begann auch mein
Dilemma, nämlich verstrickte ich mich in ein Mobbing-Thema. Wissen Sie,
die Formulierung ist etwas unglücklich, aber mir fällt keine bessere
ein. Ich fühlte mich als Opfer, hatte aber so ein Programm laufen, niemand
sollte mir meinen Kummer und Schmerz anmerken, sozusagen, jetzt gerade zeig
ich, was in mir steckt. An gesundheitliche Folgen von „Problemen in mich
reinfressen“ dachte ich nicht. Ich kapierte (als Betroffene schon gar
nicht), dass mein Chef, der mich immer gefördert und unterstützt hatte,
plötzlich eine Gefahr/ Konkurrenz in mir sah. Eine meiner Assistentinnen
sagte es mir auf den Kopf zu und ich fiel aus allen Wolken. Aber sie hatte Recht.
Mehr als 1 _ Jahre hielt ich es in diesem Mobbing-Thema aus. Wenn ich gefragt
wurde, warum ich mir das antue, ich könne doch eine andere Stelle suchen
(das ist in diesem Beruf auch heute noch jederzeit möglich) habe ich geantwortet,
ich wolle wissen, was dahintersteckt, sonst komme ich in den nächsten Laden
und mir passiert es wieder. Das war mehr intuitiv. Nun, ich hatte keine Ahnung,
wusste um keine seelischen Zusammenhänge. Ich war nie in meinem Leben ernsthaft
krank. Ich wusste nur, diese Kraft und Energie, die ich aufbringen musste, um
„mein Gesicht“ zu wahren, alles „weg“ zustecken, nicht
als das arme gebeutelte Opfer dazustehen (wobei ich mich doch als Opfer fühlte,
es aber um keinen Preis der Welt offen zugegeben hätte), es ging so an
meine Grenzen, dass ich eine Ärztin aufsuchte und um Hilfe bat.
Nein, ich wollte nicht krankgeschrieben werden, sondern ich wusste, ich brauchte
Hilfe, dieses Problem „hinter“ dem Problem zu lösen, um nie
wieder einem „Mobbing“ ausgesetzt zu werden.
Die Ärztin überwies mich zu einem Psychiater (ein wirklich tolles
Gefühl, zu einem Irrenarzt gehen zu müssen und dann noch auf eigenen
Wunsch…, nach dem typischen Bild in unserer Gesellschaft…) Aber
die Sache war ernster als ich annahm, denn der konnte mit mir nicht viel anfangen,
ich war gesund, ich stand meinen Mann, Probleme in meinem Leben gab es augenscheinlich
nicht. Ich war sogar eine sehr gute Chefin, verständnisvoll und brachte
dennoch meine mehr als 100 Mitarbeiter zu Leistungen, die sie sogar gern vollbrachten….
Nach 3 Sitzungen schickte er mich wieder heim…, gab mir aber immerhin
den Hinweis, ich könne wieder kommen. Ich bin ihm heute noch dankbar, dass
er in seiner Praxis so überlastet war und keine Zeit für solche „Fälle“
wie mich hatte.
Warum ich das so ausführlich schreibe? Ich bin davon überzeugt, sehr
viele Menschen leben so oder ähnlich ihr Leben.
Ich bin stark. Ich kriegte das in den „Griff“.
Mittlerweile war ich ein Jahr in Afrika und dann in Hamburg, immer in Führungsposten
in Großhotels. Ich war nicht krank geworden, habe „mein“ Mobbing
überwunden gehabt, glaubte ich. Ich kämpfte jetzt aber für meine
Mitarbeiter, die in Mobbing-Themen verhaftet waren, untereinander oder wie in
Afrika, Weiße (ausschließlich in Managementebenen, also mit „Macht“
gegen die „minderwertigen“ Schwarzen. Das Thema begleitete mich
also auf anderer Ebene.
Es hat seit meinem eigenen Thema noch Jahre gedauert, eh ich meinen Weg in die
Synergetik-Therapie fand.
Aber irgendwann kam ich dann zu der Erkenntnis, mein(e) „Beruf(ung)“
ist nicht mehr mein „Beruf“.
Mit „alternativen“ Techniken, die evt. auch innere, ich drück
das mal so aus, „Seelenheilerfolge“ bringen (können), kam dann
eine Vision, die sich im folgenden zukunftrichtenden Satz ausdrückt:
„Ich arbeite als Phantasiereisenbegleiterin mit Menschen, um zu helfen
deren innere Kanäle zu öffnen, und sie in den Weg zu ihrer persönlichen
Freiheit zu begleiten.“
Diesen Zettel, auf dem dieser Satz geschrieben steht, habe ich bereits geschrieben,
als ich nur wusste, dass meine Arbeit nur noch ein Job ist, und nicht mehr mein
„Ding“. Ich hatte keine Ahnung, was genau ich unternehmen oder lernen
wollte. Ich hatte noch nie etwas von der Synergetik-Therapie gehört. Aber
ich war alt genug, um zu wissen, ich wollte nicht bis zur Rente diese Arbeit
tun. Bereits 4 Wochen nach dem Aufschreiben „begegnete“ mir die
Synergetik-Therapie in Form eines Artikels. Bereits beim Lesen wusste ich, DAS
IST ES!!!
Nun, Herr Dr. Hepp, ich bin vielleicht eine der wenigen, die nicht aus einer
Not zur Synergetik-Therpie gekommen ist. Ich habe keine Ahnung vom Kranksein.
Ich habe die Therapie gemacht, weil sie Bedingung ist, um die Arbeit auszuüben.
....
Ich habe einen konkreten Vorschlag: Die erste „Sitzung“ ist ja für
einen Klienten eine soganannte „Schnuppersitzung“. Er soll die Therapie
kennen lernen und sich hinterher entscheiden, ob sie für ihn stimmig ist.
Er wird also mit seinen eigenen inneren Bildern konfrontiert, aber nicht in
den „Prozess“ geführt. (Wer in einen Prozess kommt, hat nämlich
keine Entscheidungsfreiheit mehr). Als verantwortungsbewusster Therapeut führe
ich natürlich jeden DURCH seinen Prozeß, deshalb ist es uns wichtig,
in der Erstsitzung NICHT in den Prozess zu gehen. Niemand soll mit „aufgerissener“
Seele ins alltägliche Leben gehen. …und ich glaube, das ist Ihre
Angst in Bezug auf öffentliche Gefahr, stimmt das? Und diese Angst ist
mir sehr verständlich, denn auch Sie wollen den Menschen ja wohl helfen,
sie schützen. Nein, wir haben unsere Ausbildung nicht umsonst gemacht.
Also, der Klient kann seine Innenwelt sozusagen mal als Zuschauer betrachten
und in einigen weniger dunklen Ecken auch schon Veränderungen vornehmen.
Er soll ja auch fühlen und feststellen, dass es funktioniert. Wie soll
er sich sonst zu einer Therapie entscheiden. Nun, entscheidet sich der Klient
hinterher zu einer Therapie, dann weiß er, und ich drücke es nochmals
sehr drastisch aus: Die Therapie wird „Waschmaschine Schleudergang“.
Zuckerschlecken ist es nicht, sich mit seinen dunklen ungeliebten Verließen
auseinander zu setzen. Die innere und auch die äußere Not der meisten
Menschen ist jedoch sehr groß. Auf körperlicher, aber wohl noch mehr
auf seelischer Ebene. Oft sind es nur kleine Elemente aus unserer Vergangenheit,
die abgespeichert, unerledigt, aber dennoch wirkend uns in Starrheit, Blockaden
und Handlungsunfähigkeit verharren lassen. Wir Synergetik-Therapeuten fuhrwerken
jedoch nicht in der Psyche herum, wir verkorksen auch niemanden. Wir machen
sichtbar, was ist. Der Klient handelt, und manchmal auch nicht. Aber immer „weiß“
er, dass es seine Bilder sind, nicht die meinem, oder die seiner Familie. Es
sind seine Bilder in ihm, und er hat immer die Wahl, es liegt an ihm, diese
so zu lassen oder solange in die Veränderungsebene zu gehen, bis diese
alten, festsitzenden, wirkenden Bilder in „andere“ kippen. …von
selbst!! Das ist es, worum es hier geht. Denn diese neuen Bilder wirken auch,
anders, und immer positiver als vorher. Oft nicht so, wie es für die Umgebung
des Klienten am angenehmsten ist, die wollen vielleicht den „alten“
Klienten wiederhaben. Auch evt. noch nicht so, wie wünschenswert. Da hilft
es dann, weiterzumachen. Jeder hat die Entscheidung, das ist OK, damit kann
ich erst mal leben…. Ich komme wieder, wenn ich das Bedürfnis dazu
habe, weiter zu gehen, oder auch dort aufzuhören…
Lieber Herr Dr. Hepp, noch mal zurück zu meinem Ansatz. Mein Vorschlag,
ich biete Ihnen oder einem Ihrer Mitarbeiter, der vielleicht neugierig genug
ist, sich auf sich selbst einzulassen, zu dem Sie aber Vertrauen haben, an,
solch eine Erstsitzung, natürlich ohne Berechnung der Kosten, zu geben.
…und ich kann überall arbeiten, ich brauche keine „Praxisräume“
dazu.
Ich bitte Sie, mir auch zu antworten, wenn Sie dieses Angebot ablehnen, damit
ich meine Zeit entsprechend planen kann. Übrigens, wenn Sie eine Mental-Trainings-Sitzung
möchten, ist das auch möglich. Dort geht es dann nicht um das Aufräumen
der inneren Bilder, sondern um die Bilder, die Ihren persönlichen Zielen
im Wege stehen (Verhinderungsgeschichten). Nicht alles muß aufgelöst
werden. Aber Sie wissen dann um die Bereiche, die vielleicht an anderer Stelle
den Störfaktor neu übernehmen könnten. Sie wissen, erkanntes
Leid, ist halbes Leid.
Herr Dr. Hepp, ich möchte mich schon im Voraus für Ihr Verständnis
bedanken, dass Sie doch etwas zubombadiert werden mit unseren verschiedenen
Schreiben.
Wir alle, Sie, ich, die Therapeuten von nicht akzeptierten Therapieformen, wie
auch simple Networker, wir alle haben immer und jederzeit die Chance, aktiv
unser Leben und unser aller Interessen zu verändern oder zu schützen.
Mein Ziel ist, ein Therapie-Zentrum aus eigenen Mitteln zu schaffen, in dem
sich dann verschiedene alternative Therapiemethoden (nicht nur die Synergetik-Therapie)
und Methoden ergänzen, die den Menschen in eine gesündere und zufriedenere
Lebensweise unterstützen. Mein persönliches Ziel ist, Menschen in
Ihre ganz persönlichen Stärken zu führen. Es wird noch einige
(Network-)Zeit dauern, bis ich das (finanziell) umsetzen kann. Aber ich werde
es tun, allen Unkenrufen zum Trotz.
Wenn wir heute nichts tun, leben wir morgen wie gestern. Ist das unser, ist
das Ihr Ziel?
Herzliche Grüße
Konstanze Höppner
Buesstrasse 17, 28832 Achim, Tel. 0700 – 26 041 955, eMail: nord-net@web.de